Entenessen mal anders.

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Gestern zur Verabschiedung des Sommers über die Havel gesegelt. Und als wir den Anker auswarfen, um unsere mitgebrachten Zwiebacks und Störkringel Käsebrötchen und Böreks zu verspeisen, sahen wir uns plötzlich umzingelt von Enten. Zwei von ihnen sprangen sogleich aufs und auch ins Boot, wo sie gierig nach unserem Essen schnappten. In Berlin ist selbst das Kleinvieh latent aggressiv. Wenn ich dagegen an die scheuen Schafe am Elbdeich denke…

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Rattenjagd

Bin wieder da, also hier. Und auch wenn ich von zu Hause gekommen bin, war das Zurückkommen ins Döblinhaus wie ein Heimkommen. Was ist so passiert? frage ich die Mitbewohner. Was soll schon passiert sein, nichts, das ist hier ja das Schöne. Immerhin ist der Kampf gegen die Ratten in die heiße Phase getreten. Eine wurde mittlerweile erlegt, die zweite tobte in der Tonne für Verpackungsmüll und durfte gehen. Vorhin habe ich sie aber wiedergesehen, erneut beim Verpackungsmüll. Vielleicht war’s aber auch ‘ne Cousine. Ich schreibe lieber draußen im Garten. Bestes Wetter, aber nur im Garten. In meinem Text hat es gerade geschneit. Hoffentlich kacken mir die Ratten Tauben im Baum nicht wieder auf den Kopf.

Und Hitchcock hatte doch Recht

Wegen brütender Vögel wurden gestern Nachmittag in Mitte Warnschilder aufgestellt. Gegen 9 Uhr attackierten zwei Krähen einen Passanten in der Reinhardtstraße. Die beiden Tiere versetzten dem 41-Jährigen Schnabelhiebe auf den Kopf. Weitere Angriffe konnte der Mann, der unverletzt blieb, mit einem Rucksack abwehren.

Alarmierte Polizeibeamte und Mitarbeiter des zuständigen Grünflächenamtes stellten in der Grünanlage ein Nest fest und beobachteten, wie die beiden Vögel mehrfach im Tiefflug über der Fahrbahn und dem Park kreisten. Aufgrund des Bundesnaturschutzgesetzes konnte die Brutstätte nicht entfernt werden.

Die an den Bäumen angebrachten Warnschilder machen nun Passanten auf den Nistplatz aufmerksam. (Polizeibericht vom 15.05.2009, 10:45 Uhr)

Die Schilder würde ich ja gerne mal sehen.

Kleinbär Knut

knut (c) thilo bockKleinbär Knut wurde heute der Öffentlichkeit vorgeführt. Und ich war auch da. Das Frühlingswetter schien sonnig ins Schlafzimmer und der Zoo ist nicht so weit, ich hatte sowieso nichts zu tun, also habe ich mich zwischen die professionellen und privaten Kameras aus aller Welt gestellt und natürlich auch meine eigene kleine Knipse gezückt. Dieser Eisbär ist aber auch niedlich, ein lebendiges Kuscheltier! So einen hätte hier jeder gerne zu Hause, aber bitte einen, der immer so klein und flauschig bleibt. Trotzdem ist es schon erstaunlich, daß ausgerechnet dieses Tierbaby weltberühmt geworden ist. Nun bin ich kein großer Tierfreund (ich esse die ja nicht mal!), aber heute im Zoo habe ich mich schon gefragt, ob man eine derartige Haltung unter ethischen Gesichtspunkten gutheißen kann. Ich weiß, daß das keine wahnsinnigen Erkenntnis ist, aber ich war seit acht Jahren nicht mehr im Zoo und investiere ansonsten auch wenige Gedanken dorthin, doch beim Anblick der ausgewachsen Eisbären, die entweder schläfrig in der Sonne liegen oder mit an Hospitalismus erinnernden Bewegungen beschäftigt sind, während ihre Artgenossen in freier Wildbahn bis zu 50 Kilometer am Tag zurücklegen, drängt sich mir schon die Frage auf, wieviel Würde eigentlich ein Tier verdient hat. Continue reading