Alles nur geträumt, aber hallo!

Eine Band, vielleicht Level 42 oder die Teens, auf jeden Fall drahtige junge Männer mit kurzen Haaren, geben ein Konzert und machen heftig Alarm. Die Bühne befindet sich in der Mitte einer gut gefüllten Halle. Ein Gast drängt sich durchs Publikum zu ihnen herauf, was ihm mit gelingt. Er ist weder jung, noch schlank, zudem läuft ihm an den Schläfen Schweiß hinab. Der Sänger kündigt ihn euphorisch an: »Ladies and Gentlemen – Mr. Muhammad Ali!« Alles jubelt. Muhammad Ali (ja, genau, der Boxer) reckt einen Arm und schmeißt sich zum Gepolter der Band ins aufjauchzende Publikum. Stage Diving!

Herbert Wehners Badewasser

Träume ich etwa prophetisch? Neulich die Mubaraks bei meinen Eltern, und lange davor der Traum, in dem ich zu Besuch bei Hans-Dietrich Genscher war. Der Ex-Außenminister war ausgeraubt worden, es fehlten Geld sowie diverse Erinnerungsstücke, die insgesamt so absurd waren, daß ich sie nicht mehr zusammenkriege. Gut erinnere ich mich noch genau an ein Einmachglas – war es jetzt gestohlen oder noch da? Ich weiß es nicht – wohl weiß ich aber, was sich in ihm befunden hat: das Badewasser von Herbert Wehner. Nach dem Aufwachen lag ich einen halben Tag lang ehrfürchtig erstarrt in meinem Bett. Und heute lese ich bei der BZ, Diebe hätten aus Genschers Haus in Bonn diverse Erinnerungstücke geraubt. Von Wehners Wasser ist da zwar nicht die Rede, was aber sicherlich politische Gründe hat.

Mubarak

Wo’s ja gerade in Ägypten so abgeht, muß ich mal ein Geständnis machen. Ich habe neulich, also noch im letzten Jahr, von Mubarak geträumt. Und das ging so: Ich war zu Besuch bei meinen Eltern, die mir erklärten, Mubarak und sein Sohn seien auf der Terrasse. Und tatsächlich: Draußen tanzten zwei Männer ihre Hemden schwenkend mit nackten Oberkörpern um den Tisch herum. Der ältere war etwas fülliger und der andere sah aus wie dieser Schönling aus diesem Bohlencasting (wie hieß der gleich? Fadi Äh-Malouf oder so). Mehr weiß ich nicht mehr, aber ich ahne, wo Mubarak klingeln wird, wenn er dann demnächst abtritt. Vielleicht baut er meinen Eltern ja zum Dank für die Aufnahme ‘ne Pyramide in den Garten.

Madonnas Erdfahrt

Heute Nacht im Traum von der Terrasse meiner Eltern aus den Absturz eines Kleinflugzeug gesehen, von dem ich wußte, daß Madonna drin saß. Beeindruckend war die anschließende Stille. Erst dann bin ich aufgewacht.

Träume, die ich gerne hätte, erster Teil

roemersalatIch sitze in einem ziemlich mittigen Café aus Chrom und Glas am Mittagstisch und esse Salat. Eigentlich hatte ich einen gemischten bestellt, aber als der Kellner mit einem Teller grünem ankam und mich frage, ob ich der Caesar’s Salat sei, habe ich aus Hunger bejaht, zumal mir die seltsame Ausdrucksweise gastronomischen Personals durchaus vertraut ist. Vielleicht verhält es sich mit dem Speisenamen ähnlich. Der Anblick des Salats läßt zwar gemischte Gefühle aufkommen, er selber aber ist eher gut sortiert: Viel, viel Grün, Parmesan, Croutons und ein salziges Dressing mit fischigem Nachgeschmack lassen sich zwar durchaus durcheinanderbringen, mir fehlt es indes trotzdem an Gurke und Mais. Dann tritt auch noch ein hagerer Kerl an meinen Tisch mit marmorierter Steinplatte. Albernerweise ist er mit einem Laken bekleidet und trägt Laub im schütteren Haupthaar. Er spricht mit Akzent, wohl italienisch, ich bin mir plötzlich sogar sicher, eine etruskische Einfärbung herauszuhören, vielleicht irre ich mich aber auch. Das ist mein Salat! sagt er herrisch. Continue reading