Flaschen überall

Gunnar Schupelius verträgt die Hitze ja wohl auch gar nicht. In der heutigen BZ schreibt er gegen das Trinken aus Flaschen an. Und das, wo die BZ doch auch eine BauarbeiterZeitung ist. Erwartet Schupelius, daß auf Gerüsten und in Bauwagen zukünftig Bier aus dem Glas getrunken wird?

Ich find’s allerdings auch widerlich, daß der Mensch ständig trinken muß. Und abends laufen überall Leute mit Wodka- und Jägermeisterpullen in der Hand herum! Und in der U-Bahn trinken sie Becksbier! Geht’s noch? Können die nicht gefälligst aus Gläsern trinken oder wenigstens aus Eimern?!

Mein neues Landleben

schafeamdeich

Neben der Einrichtung für Suchtkranke befindet sich der örtliche Weinladen, und beides liegt vis-à-vis dem Haus für Schriftsteller, in dem ich derzeit wohne. Wenn das mal kein Zeichen ist. In der Küche steht eine klebrige Flasche mit Johannesbeerschnaps, den Frau Keyn, die Haushälterin, regelmäßig ansetzt. Mitbewohner Achim sagt, er habe nach Genuß von zwei Gläschen dieses bonbonsüßen Getränks letzte Nacht besonders tief geschlafen. Continue reading

Das Verschwinden des Harald-Juhnke-Schreins

leerevitrineSjuhnkeschreinchockschwerenot: Berlin hat eins seiner Wahrzeichen verloren, und der Aufstand bleibt aus! Das berühmte Foto von Harald Juhnke beim Verzehr einer Pekingente ist aus der Vitrine am Bikinihaus vis-à-vis der Gedächtniskirche verschwunden, denn das chinesische Restaurant von Juhnkes Schwager, das mit diesem Bild jahrzehntelang warb, mußte schließen. Das ist natürlich bedauerlich für Betreiber und Stammgäste, aber wirklich tragisch ist die Auflösung des Harald-Juhnke-Schreins. Als der größte Entertainer und Trinker Berlins im April 2005 starb, wurden hier sogar Blumen niedergelegt. Der Regierende Bürgermeister persönlich sollte sich für die Wiederinstandsetzung dieses Denkmals einsetzen und das Bild auf eigene Kosten zurück in die Vitrine kleben.

Wer säuft hat Recht

Spiegelonlein berichtet, Hugo Egon Balder plane eine Saufshow mit Prominenten. Die solle Der Klügere kippt nach heißen. Die Idee erinnert sehr an das Konzept von Max Goldts Radiotrinkerin. Direkt darunter findet sich die Meldung, in Ulm sei ein Orthopäde im Operationssaal betrunken zusammengebrochen, nachdem er einem Patienten ein neues Hüftgelenk eingesetzt hatte. Er habe abends Rotwein getrunken und nachts, weil er nicht schlafen konnte, noch ein paar Quittenschnäpse hinterhergekippt. Da er ja pflichtgemäß seiner Arbeit nachgegangen und erst dann zusammengeklappt ist, kann ich in diesem Geschichtchen nichts Skandalöses finden. Continue reading