Extradruck

Unsere Gedichtsammlung Ich kieke, staune, wundre mir ist bald zwei Monate in der Welt und doch ist sie kaum noch zu haben. Dank freundlicher Beachtung diverser Medien ist die limitierte Erstausgabe mit dem Bezug aus Bärenfellimitat nahezu vergriffen. Sie liegt zwar weiterhin in Buchhandlung aus, der Verlag hat aber seit drei Wochen keine Exemplare mehr, weshalb bereits in der nächsten Woche eine Neuauflage erscheint: nicht mehr limitiert, nicht mehr ganz so bibliophil, bei gleichbleibendem Inhalt und dafür deutlich günstiger.
Quasi zur Feier der Veröffentlichung lesen Ulli Janetzki und ich am 16. Mai mal wieder eine Auswahl berlinerischer Gedichte vor. In der Tucholsky Buchhandlung in Mitte. Passender geht es wohl kaum. Schließlich ist Tucholsky einer der wichtigsten Autoren der Anthologie, ein Meister der Übertragung der Mundart in pure Poesie.

 

Nachtrag: Das Foto zeigt den Extradruck, aufgenommen am 18. Mai.

Dada in Davos

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1916, inmitten des Ersten Weltkriegs, entstand im Zürcher Cabaret Voltaire Dada. Initiiert worden ist diese Künstlerkneipe von Hugo Ball mit Emmy Hennings. Balls Freund Klabund hielt sich wegen seiner Tuberkuloseerkrankung von Mitte Februar bis Ende März 1916 in Davos auf. Anschließend kam er nach Zürich, wo er auch im Cabaret Voltaire auftrat. Dem Paar Hennings/Ball legte er nahe, im Luftkurort aufzutreten. »Klabund meinte, das sei aussichtsvoll«, schreibt Ball in einem Brief. Continue reading

Wie wird man Dadaist? Bock liest Ball.

Weil ich gerade so schön in Feierlaune bin wegen der Eröffnung des Cabaret Voltaire vor 100 Jahren und der Veröffentlichung meines sich darauf beziehenden Buches, setzte ich noch einen drauf und lade ein zum Dada-Abend.
Ich erzähle, wie das damals so war, als Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck und Hans Arp in Zürich ganz Dada wurden und rezitierte ihre besten Texte aus dieser Zeit. So werde ich auch ein dreistimmiges Simultangedicht allein und live zum Vortrag bringen. Dazu gibt’s die schönsten Fußnoten aus meiner Doktorarbeit.
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Kommende Auftritte

Meine Berliner Vorleseabstinenz bekommt Brüche. Diesen Sonntag lese ich beim Frühschoppen im Schlot. Eine Woche später bin ich Gast der Reformbühne und am letzten Maiwochenende zweimal solo zu erleben: Freitag in der Z-Bar, Samstag am Heinrichplatz bei der langen Buchnacht. Näheres unter Termine. Aber glaubt nicht, dass das jetzt immer so weitergeht. Also kommt vorbei, bevor ich wieder weg bin.

Leseerfahrungen

Schreibt ein Autor für sein Publikum? Ja und nein. Ich jedenfalls muß mir „mein“ Publikum sowieso erstmal suchen beziehungsweise das Publikum muß mich finden (Hallo Publikum, willkommen beim Bockblog!). Daher schreibe ich in erster Linie so wie es mir gefällt, also wie ich glaube, daß die Sprache, mit der ein Text erzählt wird, authentisch wirkt und zum Erzähler paßt. Continue reading