Was wir Berliner partout nicht ab können, sind Leute, die Stress machen. Die lassen wir mal schön quasseln und denken dabei an was Schönes, zum Beispiel an eine schicke Blume, herrlich schaumig auf einer frisch gezapften Molle. Leider klappt das nicht immer. Manchmal sind die Stressmacher mehr als bloß blöde Laberköppe. So wie neulich der Typ mit dem Laster. Weiterlesen
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Jahresrückblick 2016

Es ist wieder so weit! Die Brauseboys präsentieren ihre Jahresbilanz und werfen einen letzten Blick auf 2016, bevor es unter dem Schleier der Geschichte verschwindet. Weiterlesen
Das auffallend unauffällige Leben der Haushälterin Hannelore Keyn in der Villa Grassimo zu Wewelsfleth
Letztes Jahr haben Peter Wawerzinek und ich uns für drei Monate im Alfred-Döblin-Haus zu Wewelsfleth einquartiert, um der von uns verehrten, leider verstorbenen Hannelore Keyn nachzuspüren, die dort lange als Haushälterin gewirkt hat und nebenbei Literatur beeinflusst hat. Denn das Döblin-Haus im norddeutschen Wewelsfleth beherbergt jeweils drei Stipendiaten, die ihr ungestört schreiben können. Und das geht auch ganz gut, solange einem nicht die Geister des alten Gebäudes dazwischenfunken, so auch der des Stiftes Günter Grass, weshalb man im spitznamenverliebten Berlin mitunter von der Villa Grassimo spricht. Weiterlesen
Dada in Davos

1916, inmitten des Ersten Weltkriegs, entstand im Zürcher Cabaret Voltaire Dada. Initiiert worden ist diese Künstlerkneipe von Hugo Ball mit Emmy Hennings. Balls Freund Klabund hielt sich wegen seiner Tuberkuloseerkrankung von Mitte Februar bis Ende März 1916 in Davos auf. Anschließend kam er nach Zürich, wo er auch im Cabaret Voltaire auftrat. Dem Paar Hennings/Ball legte er nahe, im Luftkurort aufzutreten. »Klabund meinte, das sei aussichtsvoll«, schreibt Ball in einem Brief. Weiterlesen
Plötzlich Brauseboy
Als Nils Heinrich im Januar 2003 nach Mitstreitern für eine noch zu gründende Lesebühne suchte, war ich anderweitig beschäftigt, nicht nur, weil ich gerade zusammen mit Frank Sorge die Hostienbäckerstöchter in Neuendettelsau besucht habe. Frank aber hatte nichts weiter vor. Und so wurde er Brauseboy und ich lediglich Zuschauer bei der Premiere im März 2003. Viele Male war ich Gast auf ihrer Bühne, manchmal sah ich ihnen auch nur als Publikumsteil zu. Das wird sich ab heute ändern. Ich bin zwar viel mehr beschäftigt als vor 13 Jahren, obwohl ich mitunter nicht weiß, womit. Zumindest weiß ich ab heute aber, wo ich (fast) jeden Donnerstag ab 20 Uhr sein werde: im Weddinger La Luz bei den Brauseboys. Siehe auch hier.
Bock mit Ball bei Brecht

»Dada Weltkrieg und kein Ende, Dada Revolution und kein Anfang«, sagte Hugo Ball am 14. Juli 1916 im Zürcher Zunfthaus zur Waag und entließ an diesem Abend mit seinen »Freunden und Auchdichtern« den Dadaismus in die Welt, auf dass sie dada werde.
Dieses Ereignis muss gefeiert werden. Weiterlesen
Zig Sioux im Schwips
Im Solinger Zentrum für verfolgte Künste läuft derzeit die Ausstellung War einmal ein Bumerang. Der Maler Joachim Ringelnatz kehrt zurück, zu der kleiner feiner Katalog erschienen ist. In ihm befindet sich auch ein kurzer Text von mir, für den ich mich von einer Zeichnung des Dichters inspirieren ließ. Der Katalog ist leider bereits vergriffen, aber die Texte lassen sich hier nachhören. Die phantastischen Bilder kann man sich leider nur in Solingen anschauen.
100 Jahre Lautgedicht

Lesershow Wedding – Das Saisonfinale
Hier und Da. Notizen aus einem Land, in dem es stinkt.

Ich habe langsam keine Lust mehr. Das kann doch echt nicht sein! Bin ich umgeben von Idioten? Umzingelt von Schlechtmenschhorden, die den letzten Rest Anstand und Moral, der durch ihre matschigen Denkorgane schlingerte, gegen ein paar Pullen warmen Fusel der Marke Extraübel eingetauscht haben? Ich schalte morgens das Radio an, und im Radio sagt ein Oberschlauer mit osteuropäischem Akzent, alle Fremden, die nach Deutschland kämen, täten das illegal, weil ihr Herkunftsland ja ein sicheres sei. Nur meint er mit Herkunftsland das letzte Land, durch das sie gereist sind, also Österreich zum Beispiel. Weiterlesen
