Sven Regeners siebenter Roman »Frankie und Freddie« ist unterhaltsam und wirkt wie ein verquatschter Kneipenabend, an dessen Gesprächsinhalte man sich anderntags nur unzureichend erinnert, was am Alkohol liegen mag, vielleicht aber auch an der inhaltlichen Banalität. Ich habe das Buch nüchtern gelesen und auch die dort auftretenden Personen sind ziemlich nüchtern. Erst gegen Ende wird viel Glühwein getrunken. Passte nicht zu meiner Außentemperatur. Dank dem Galiani Verlag hatte ich das Buch bereits im Sommer.




Unsere Gedichtsammlung
In letzter Zeit stehe ich häufiger mal wo drinne (wie der Berliner sagen tut), in er FAZ, im Spiegel, sogar in der BZ am Sonntag. Genau genommen stand mein neues Buch drin.
Letztes Jahr haben Peter Wawerzinek und ich uns für drei Monate im Alfred-Döblin-Haus zu Wewelsfleth einquartiert, um der von uns verehrten, leider verstorbenen Hannelore Keyn nachzuspüren, die dort lange als Haushälterin gewirkt hat und nebenbei Literatur beeinflusst hat. Denn das Döblin-Haus im norddeutschen Wewelsfleth beherbergt jeweils drei Stipendiaten, die ihr ungestört schreiben können. Und das geht auch ganz gut, solange einem nicht die Geister des alten Gebäudes dazwischenfunken, so auch der des Stiftes Günter Grass, weshalb man im spitznamenverliebten Berlin mitunter von der Villa Grassimo spricht.