Zig Sioux im Schwips

Im Solinger Zentrum für verfolgte Künste läuft derzeit die Ausstellung War einmal ein Bumerang. Der Maler Joachim Ringelnatz kehrt zurück, zu der kleiner feiner Katalog erschienen ist. In ihm befindet sich auch ein kurzer Text von mir, für den ich mich von einer Zeichnung des Dichters inspirieren ließ. Der Katalog ist leider bereits vergriffen, aber die Texte lassen sich hier nachhören. Die phantastischen Bilder kann man sich leider nur in Solingen anschauen.

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Wie wird man Dadaist? Bock liest Ball.

Weil ich gerade so schön in Feierlaune bin wegen der Eröffnung des Cabaret Voltaire vor 100 Jahren und der Veröffentlichung meines sich darauf beziehenden Buches, setzte ich noch einen drauf und lade ein zum Dada-Abend.
Ich erzähle, wie das damals so war, als Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck und Hans Arp in Zürich ganz Dada wurden und rezitierte ihre besten Texte aus dieser Zeit. So werde ich auch ein dreistimmiges Simultangedicht allein und live zum Vortrag bringen. Dazu gibt’s die schönsten Fußnoten aus meiner Doktorarbeit.
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100 Jahre Dada

Cabaret Voltaire 1916
Eine Nachstellung von Marcel Jancos verschollenen Gemälde »Cabaret Voltaire«, 1916. (c) Susanne Bax

Das Lokal war überfüllt; viele konnten keinen Platz mehr finden. Gegen sechs Uhr abends, als man noch fleißig hämmerte und futuristische Plakate anbrachte, erschien eine orientalisch aussehende Deputation von vier Männlein, Mappen und Bilder unterm Arm; vielmals diskret sich verbeugend. Es stellten sich vor: Marcel Janco der Maler, Tristan Tzara, Georges Janco und ein vierter Herr, dessen Name mir entging. Arp war zufällig auch da und man verständigte sich ohne viel Worte. Bald hingen Jancos generöse »Erzengel« bei den übrigen schönen Sachen, und Tzara las noch am selben Abend Verse älteren Stiles, die er in einer nicht unsympathischen Weise aus den Rocktaschen zusammensuchte.

Hugo Ball: Die Flucht aus der Zeit, 5. Februar 1916.

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How I revolutionized Rock’n’Roll

passion_coverYeah! Mein erster Text in einem Kunstkatalog! Und dann auch noch so’n schöner. Also der Katalog. Der Text halt so’n Text. Immerhin von mir. Und es gibt eine englische Fassung. Die gefällt mir fast besser als die deutsche. Passt auch gut zum Thema. Rock’n’Roll, Alta!

Die Ausstellung ist auch voll der Rock! Geht darin um Fan-Verhalten und Kunst. Im Bethanien. Also nicht, das mal besetzt war (gibt da so’n Lied), sondern im Künstlerhaus Bethanien am Kotti. Sollte man mal hingehen. Der Eintritt ist sogar frei. Continue reading

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Gerhard Schröder – zehn Jahre Misstrauen

Heute jährt sich das mit Absicht verlorene Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Schröder zum zehnten Mal. Gleichzeitig ist dies der Tag, an dem die Handlung meines ersten Romans einsetzt. Den habe ich damals einen »historischen Gegenwartsroman« genannt, weil er das nun mal ist: erlebte Geschichte erzählt im Präsens.

Mein ursprünglichen Plan, in Echtzeit zu schreiben, musste ich bald aufgeben. Continue reading

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Meine erste CD

Meine Stimme hat sich von mir losgesagt. Jetzt könnt Ihr sie auch ohne mich mit nach Hause nehmen. Wenn Ihr die CD erwerbt. Das geht, nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich möglich. Die offizielle Übergabe an die Weltöffentlichkeit findet dann am 29. Mai in der Z-Bar statt.

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Die Letzten werden die Ärzte sein

Cover_AerzteEs gibt ein neues Buch! Daniela Böhle und Paul Bokowski haben eine Anthologie herausgegeben, voll mit kranken Geschichten. Zwei davon habe ich geschrieben. Die Letzten werden die Ärzte sein ist der ideale Begleiter ins Wartezimmer. Ein angemessenes Geschenk für gute Genesungswünsche. Und selbst Ärzte können hier garantiert auch was lernen.
Wie immer zu erwerben beim Buchhändler Eures Vertrauens oder direkt beim Verlag.

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Mein neuer Roman

Ich bin so aufgeregt wie zuletzt als Kind vier Tage vor Weihnachten.
Denn mein neuer Roman Tempelhofer Feld wird momentan ganz gut angenommen. Gefühlt andauert spaziere ich mit Journalistinnen und Fotografen über den Gegenstand des Buches, das Radio Fritz einen »sprachlich feinen Freiluftroman« genannt hat.
Aber zuvorderst sollen Bücher ja gelesen werden. Deshalb gehe ich mit gutem Beispiel voran und lese mein eigenes vor. Nicht alles, weil ich ja im Laufe des Abends noch auf ihn anstoßen will. Unter anderem mit Jakob Hein, der gesagt hat, Tempelhofer Feld sei »wie gemacht für diesen Sommer«. Am Dienstag im Heimathafen Neukölln wird er aufpassen, dass ich nicht zu viel daraus vorlese und mich vermutlich in ein Gespräch verwickeln.

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Berlin, der Dritte

tempelhofer_feldbildWiederholungstäter, der ich bin, habe ich erneut einen Roman geschrieben. Er erscheint heute in zwei Wochen, heißt  Tempelhofer Feld und ist ein Freiluftroman, der ausschließlich auf der titelgebenden Stelle spielt. Aus bestimmten Gründen, die man nur erfährt, wenn man alle drei Romane von mir gelesen hat, ist Tempelhofer Feld der Abschluß einer Berlintrilogie.
Werde ich danach weitere Romane über Berlin schreiben? Mal gucken. Fakt ist: Ich kenne mich in Berlin am besten aus, aber irgendwie haben Bücher, die in dieser Stadt spielen, einen nicht allzu guten Ruf. In Deutschland werden eben lieber Romane gelesen, die in der deutschen Provinz spielen oder in New York.
Aber ich war noch niemals in New York. Und meine Provinz ist und bleibt Berlin.
Näheres über Tempelhofer Feld inklusive einer Leseprobe gibt es auf der Webseite des Verlags.
Und immer schön beim Buchhändler des Vertrauens kaufen, sonst ist der irgendwann nicht mehr da, sondern ein Automatencasino.

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Ein Segen

Ich bin entzückt! Connie Haag hat mein neues Buch Dichter als Goethe für den ekz.bibliotheksservice gesichtet und gelobt. Das ist nicht Feuilleton, das ist viel besser. Weil hier nicht fürs Regal von Leuten, die was auf sich halten, eingekauft wird, sondern für die Büchereien dieses Landes. Daher erlaube ich mir, komplett zu zitieren:
Thilo Bock ist ein Segen über den Radius der Berliner Lesebühnen hinaus. Jetzt hat er das Motto seiner regelmäßig in der Hauptstadt vor entzücktem Publikum abgehaltenen „Randkulturveranstaltungen“ zum Buchtitel erhoben und 33 Geschichten plus eine lyrische Zugabe publiziert: Continue reading

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