Ein Neuanfang

IMG_4924Dies ist ein Block. Mein Block. Ein Bockblock.

Noch ist er leer. Das soll nicht so bleiben. Deshalb fülle ich das Archiv auch mit Beiträgen aus meinem alten Blog.

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Kommende Auftritte

Meine Berliner Vorleseabstinenz bekommt Brüche. Diesen Sonntag lese ich beim Frühschoppen im Schlot. Eine Woche später bin ich Gast der Reformbühne und am letzten Maiwochenende zweimal solo zu erleben: Freitag in der Z-Bar, Samstag am Heinrichplatz bei der langen Buchnacht. Näheres unter Termine. Aber glaubt nicht, dass das jetzt immer so weitergeht. Also kommt vorbei, bevor ich wieder weg bin.

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Meine erste CD

Meine Stimme hat sich von mir losgesagt. Jetzt könnt Ihr sie auch ohne mich mit nach Hause nehmen. Wenn Ihr die CD erwerbt. Das geht, nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich möglich. Die offizielle Übergabe an die Weltöffentlichkeit findet dann am 29. Mai in der Z-Bar statt.

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Zugegeben, …

Zugegeben, ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt für Autorennachwuchs, einem Haus, in dem ein ganz Großer einst mit Wucht geschrieben und gelebt hat.
An dem Tag, an dem Günter Grass gestorben ist, saß ich in seinem ehemaligen Arbeitszimmer, einem barocken, saalartigen Raum mit glasierten Bodenfliesen, im Rücken ein lange stillgelegter, auf 1698 datierter Kamin, vor den Fenstern die Wewelsflether Dorfkirche von 1593. Der freie Blick wird behindert von einem noch blattlosen Walnussbaum, den Grass 1974 anlässlich der Geburt seiner Tochter Helene gepflanzt hat.
An dem Tag, an dem Günter Grass gestorben ist und ich in seinem vormaligen Zimmer saß, habe ich nicht geschrieben. Ich habe ferngesehen – in dem Zimmer, in dem er am Butt-Manuskript gearbeitet hat! Jetzt steht da, etwas verschämt in der Ecke, ein riesiger Flachbildschirm. Den habe nicht ich dort platziert, das geschah im Auftrag der Akademie der Künste, deren Präsident Grass einst war und der er das Haus, in dem ich derzeit wohnen darf, vor dreißig Jahren geschenkt hat. Weiterlesen →

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Über die Dörfer der ferneren Umgebung

Derzeit wohne ich voll im Dorf. Mitten drin in Wewelsfleth. Immerhin halten direkt neben dem Haus gefühlt andauernd Busse. Zumindest morgens und mittags. Für Schulkinder. An der Haltstelle hängen mehrere Fahrpläne jeweils für die ganze Strecke. Allerdings muss man sie genauestens studieren, weil die Linienführung variiert. Der 6531er, der um sechs Uhr 49 am Markt in Glückstadt startet, fährt nicht über die Kaserne, dafür über Borsfleth und Wewelsfleth, wo er auch endet. Weiterlesen →

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Der Abgrund unter Berlin

Berlin hat eine neue Attraktion. Besser gesagt: Die Berliner U-Bahn ist um eine Skurrilität reicher. Denn zumindest in der U2 werden die Stationen seit Neuestem von sogenannten Prominenten angesagt. Das lässt einen schnell mal von der Bank rutschen, sollte man das Glück eines Sitzplatzes haben bei gleichzeitigem Entschluss gegen Eigenberieselung. Weil man  vielleicht lesen möchte. Und sogleich schallt es einem fröhlich entgegen: »Hallo hier spricht Dieter Hallervorden. Bei der nächsten Station wartet auf Sie die Kuh Elsa. Und die nächste Station ist – Mohrenstraße.«
Was hat der Meister des Blackfacings da gerade gesagt? Palim palim? Und warum um Himmels Willen? Wirklich lange nachdenken lässt sich darüber nicht. Es sei denn, man steigt aus, um die Kuh Elsa nicht länger warten zu lassen. Die Kuh Elsa stammt übrigens aus ‘m alten Witz vom Didi, und der Witz hat einen noch längeren Bart als der Weihnachtsmann.
Bleibt man jedoch sitzen, radebrecht einem Anastejjscha entgegen, dass die »nächstäh Stazion hisst statt Mitte«. Wobei damit schon zwei der prominenteren Teilnehmer dieses abgrundtiefen Spektakels genannt worden sind. Denn die meisten Promis sind so bekannt, dass sie ihren Beruf dazusagen müssen, damit man sie einigermaßen einordnen kann.
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Die Letzten werden die Ärzte sein

Cover_AerzteEs gibt ein neues Buch! Daniela Böhle und Paul Bokowski haben eine Anthologie herausgegeben, voll mit kranken Geschichten. Zwei davon habe ich geschrieben. Die Letzten werden die Ärzte sein ist der ideale Begleiter ins Wartezimmer. Ein angemessenes Geschenk für gute Genesungswünsche. Und selbst Ärzte können hier garantiert auch was lernen.
Wie immer zu erwerben beim Buchhändler Eures Vertrauens oder direkt beim Verlag.

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Wir provinziellen Spießer

Yeah, das hätte ich dieser Stadt gar nicht zugetraut! Der Horizont der meisten Berlinerinnen und Berliner geht also doch weiter als bis zum Gartenzaun und reicht über die gesamte Weite des Tempelhofer Feldes. Und auch der Urberliner Taxifahrer muss seinen Standpunkt neu überdenken. Er meinte nämlich, all die Neuberliner würden sich nicht für ihre Stadt interessieren und nur provinziell denken – Dorfstraße hoch, Dorfstraße runter, Ende Gelände. Und ich dachte immer, Taxifahrer hätte eine gute Menschenkenntnis. Na ja, mich hat er ja ooch für einen Zugezogenen gehalten.
Wahrscheinlich wollte einfach niemand die Beschimpfung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh auf sich sitzen lassen, der vor ein paar Tagen den Bebauungsgegnern »provinzielle Spießigkeit« vorgeworfen hatte. Wo ja das, was das Feld auszeichnet, vieles ist, nur nicht egoistisch. Es gibt in Berlin wohl keinen anderen Ort, an dem so viele Leute sie selbst sein können, ohne andere zu belästigen.

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Mein neuer Roman

Ich bin so aufgeregt wie zuletzt als Kind vier Tage vor Weihnachten.
Denn mein neuer Roman Tempelhofer Feld wird momentan ganz gut angenommen. Gefühlt andauert spaziere ich mit Journalistinnen und Fotografen über den Gegenstand des Buches, das Radio Fritz einen »sprachlich feinen Freiluftroman« genannt hat.
Aber zuvorderst sollen Bücher ja gelesen werden. Deshalb gehe ich mit gutem Beispiel voran und lese mein eigenes vor. Nicht alles, weil ich ja im Laufe des Abends noch auf ihn anstoßen will. Unter anderem mit Jakob Hein, der gesagt hat, Tempelhofer Feld sei »wie gemacht für diesen Sommer«. Am Dienstag im Heimathafen Neukölln wird er aufpassen, dass ich nicht zu viel daraus vorlese und mich vermutlich in ein Gespräch verwickeln.

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